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Abb. 1: Bild: Westag & Getalit AG
Abb. 2: Bild: Westag & Getalit AG
Abb. 3: Bild: Westag & Getalit AG
Abb. 4: Bild: Westag & Getalit AG
Abb. 5: Bild: Westag & Getalit AG
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Abb. 15: Bild: Westag & Getalit AG
Abb. 16: Bild: Westag & Getalit AG
Abb. 17: Bild: Westag & Getalit AG
Abb. 18: Bild: Westag & Getalit AG
Abb. 19: Bild: Westag & Getalit AG
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Abb. 23: Bild: Westag & Getalit AG
Abb. 24: Bild: Westag & Getalit AG
Abb. 25: Bild: Westag & Getalit AG
- Schalung & Oberflächen/Elemente

Wasserbaustelle erforderte hohe Randbetonfestigkeit

Neubau von 2,2 km Kaianlagen in Wilhelmshaven – Westag RS special im Einsatz

Abb. 1: Bild: Westag & Getalit AG
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Abb. 4: Bild: Westag & Getalit AG
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Abb. 22: Bild: Westag & Getalit AG
Abb. 23: Bild: Westag & Getalit AG
Abb. 24: Bild: Westag & Getalit AG
Abb. 25: Bild: Westag & Getalit AG

Wilhelmshaven ist wichtigster Stützpunkt der deutschen Marine. Mit hohen technisch und finanziellen Aufwand wird er derzeit saniert. Neue Kaianlagen stehen im Mittelpunkt. Mächtige Beton- und tief verankerte Spundwände sollen der Nordsee Paroli bieten. Da kam es auch auf erprobte Schalhaut an. Holzwerkstoffe der Westag & Getalit AG erfüllten die geforderten Parameter und lieferten das gewünschte Ergebnis.

Mit einer Länge von rd. 1.400 m und einer Breite von rd. 600 m ist Heppenser Groden Deutschlands größter Marinehafen. Die zu sanierenden Kajen (Kaianlagen) im neuen Vorhafen haben eine Gesamtlänge von ca. 2,2 km. In den 60er Jahren wurden die im Krieg zerbombten Kajen, Schleusen und Brücken wieder aufgebaut. Massive Schädigung der einbetonierten Stahleinbauteile und des Beton, Setzungen, Versackungen und nicht zuletzt die rohe Gewalt der Nordsee hatten im Laufe der Jahrzehnte gravierende Spuren- besonders im Kaibereich - hinterlassen. Um die zukünftige Nutzung des Hafens sicherzustellen, beschloss die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) ein 120 Mio. Euro teures Sanierungskonzept. Stählerne Spundwände und Betonmauern sollen die Wassergewalt bändigen.

Weniger Liegeplätze für die Fregatten
Die Sanierung der Kaianlagen zählt zu den aufwendigsten und schwierigsten Wasserbaustellen in Deutschland. Die Bauausführung übernahm 2012 die „Arge Marinehafen Wilhelmshaven“, bestehend aus den Firmen Strabag Wasserbau, Ludwig Voss und Ed. Züblin, AG. Sie gehören zum Unternehmensverbund Strabag SE. Im Herbst 2016 wird als erster großer Bauabschnitt die 1200 m lange Westkaje fertiggestellt sein. Die Vorbereitungen zur Sanierung der 1000 m langen Ostkaje laufen derzeit. Die Marine musste für die Bauzeit mit einer verringerten Anzahl von Liegeplätzen für ihre Schiffe planen.

Dipl.-Ing. Dirk Eickmeyer, WSV-Bereichsleiter Marinebau: „Die Grundinstandsetzung der Kajen erfolgt über eine vorgesetzte Uferwand in einem Abstand von 5,0 m zur alten Kaje. Der zu überbrückende Geländesprung beträgt 15,0 m, die Wassertiefe im Hafen schwankt tidebedingt zwischen 9,0 und 14,0 m. Die neuen Wände bestehen aus einer Spundwand mit Stahlbeton-überbau. Sie messen 30,00 m und stecken zur Hälfte im Hafenboden. Landwärts sind sie zusätzlich rückverankert. Da die Betonoberflächen der Kaianlagen permanent der Witterung ausgesetzt sind, mussten sie besonders witterungsbeständig und mit besonderer Sorgfalt gebaut werden“. Bei der Definierung der Betonschalung fiel die Wahl auf die RS special des Holzwerkstoffspezialisten Westag & Getalit AG, weil diese Schalhaut über eine ausreichende Oberflächenhärte verfügt. Die Montage erfolgte auf einem Doka-Trägersystem H20, wobei immer abschnittweise ca. 500 m² belegt wurden.

Vorgeheizten Beton eingebaut
Wie aus der Praxis bekannt ist, fördern Frischbetondruck und Rütteln an der Bewehrung die Wasserabgabe des Betons vor dem Erstarren und können so massive Probleme bei der Oberflächenqualität insbesondere an den Randbereich erzeugen. Neue Fließmittel und veränderte Zemente variieren die rheologischen Eigenschaften der Betone zusätzlich. Züblin-Polier Uwe Borjan: „Wegen der engen und starken Bewehrung konnte nur in Abschnitten und zeitweise auch nur mit bereits vorgeheiztem Beton betoniert werden. Die anfänglichen Probleme mit dem Trennmittel konnten wir lösen, indem wir bei niedrigen Temperaturen die Schalung mit Planen abgehängt und mit Öfen geheizt haben“.

Gerd Ploeger, Fachberater Westag & Getalit AG, betreute die Wasserbaustelle. „Unsere Schalhaut RS special nimmt als saugende Patte das sich beim Betonieren an der Schalungsplatte bildende Überschusswasser auf. Das reduziert den W/Z Faktor und erhöht die Oberflächendichte. Im Randbereich ist dies besonders wichtig. Eine erhöhte Randbetonfestigkeit bewirkt, dass der Beton widerstandsfähiger gegen äußere Einflusse wie z.B. Chloride, Carbonatisierung, Meerwasser und Frostschäden wird“.

RS special mit gleichmäßigem Saugverhalten
Darüber hinaus bietet die Westag & Getalit AG die RS special auch vorgeölt an. Doch leider war hier, aufgrund der besonderen ökologischen Verhältnisse ein anderes Öl vorgeschrieben. Westag & Getalit AG produziert die RS special-Schalungsplatten mit einer nur geringen Eigenfeuchte von ca. 8 %. Um ein gleichmäßiges Saugverhalten zu gewährleisten empfiehlt der Hersteller, die Holzfeuchte vor dem erstmaligen Einsatz auf ca. 15 bis 18 % anzuheben. Dies geschehe normalerweise schon durch die Luftfeuchtigkeit, was jedoch eine entsprechende Zwischenlagerung auf der Baustelle voraussetze, damit sich die Platte akklimatisieren kann, ergänzt Gerd Ploeger.

Zusätzlich Betonschürze gegen Korrosion
Der Stahlbeton-Überbau der Kaianlagen erfolgte in fugenloser Bauweise. Eine Beschichtung der Spundwände und ein kathodischer Korrosionsschutz waren zusätzlich vorgesehen. Außerdem erhielten sie eine alkalische Vorsatzschale (Betonschürze) gegen mikrobielle Korrosion. Dirk Eickmeyer: „Bakterien hatten nämlich rund vier Meter unterhalb der Wasserlinie von der Landseite aus Löcher in die alten, stählernen Spundwand gefressen und das durfte nun nicht mehr passieren“.

Bevor seinerzeit die Rammarbeiten beginnen konnten, war das Fußauflager der alten Wand durch Austausch des Schlickes und die Vorschüttung einer Sandberme zu sichern. Ein IHC S 90 Hydraulikhammer rammte die Stahlbohlen. Zusätzlich wurden sie unter Wasser mit Hilfe eines mitlaufenden Führungsschlittens beim Stellen parallel geführt. Als Trägergerät für die wasserseitigen Arbeiten diente eine Hubinsel.

Ein schwieriger Untergrund und wohl nicht vorhersehbare Hindernisse während der vorbereitenden Arbeiten im westlichen Teil der Kaianlagen, hätten die baulichen Abläufe an dieser schwierigen Wasserbaustelle verzögert, erklärt Dirk Eickmeyer. Nach dem Neubau der ca. 1.000 m langen östlichen Kaianlagen werde sich die Grundinstandsetzung der Schleusentore anschließen. „Aber dann ist der komplette Hafen endlich wieder fit und für viele Jahrzehnte nutzbar“, hofft Dirk Eickmeyer.

3.507 Zeichen (mit Leerzeichen), 476 Wörter.

Bildmaterial

Abb. 1:
Neue Kaianlagen für den Marinestützpunkt.

Abb. 2:
Als Schalhaut kam die RS special zum Einsatz.

Abb. 3:
1200 m lang ist die Westkaje, sie soll..

Abb. 4:
..bis zum Herbst 2016 fertiggestellt sein.

Abb. 5:
Nach dem Einbau der Eisen…

Abb. 6:
…kann die Betonage erfolgen.

Abb. 7:
Wegen der engen und starken Bewehrung wurde

Abb. 8:
... zeitweise mit vorgeheiztem Beton betoniert.

Abb. 13:
Wasserbaustellen verlangen stets...

Abb. 14:
…eine hohe Randbetonfestigkeit.

Abb. 15:
Detailaufnahme: Strukturierte Oberfläche und…

Abb. 16:
Randbereich der fertiggestellten Kaianlage.:

Abb. 17:

120 Mio. Euro-Konzept für die Sanierung

Abb. 18:
von 2,2 Kilometer Kaianlagen und Schleusentore

Abb. 19:
Wilhelmshaven ist wichtigster Stützpunkt...

Abb. 20:
... der deutschen Marine.

Abb. 22:
... Heiko Schramm, Uwe Borjan, Gerd Ploeger…

Abb. 23:
vor den Plänen der Baumaßnahme.

Abb. 24:
Westag-Mitarbeiter Gerd Ploeger (r.):…

Abb. 25:
..Baustellenberatung